Entlacken: Laser, Strahlen, Abbeizen oder Ablaugen?
Lack lässt sich auf viele Arten entfernen — und jede hat ihren Platz. Entscheidend ist, ob das Bauteil abgebaut werden kann, woraus es besteht und wie viel davon zu entlacken ist. Hier der Überblick, auch mit den Fällen, in denen der Laser nicht die beste Wahl ist.
LASERFLEET · Mobile Laserreinigung Berlin · Stand Oktober 2026
Das Wichtigste in Kürze.
- Kann das Teil abgebaut werden? Dann sind Tauchbad, Ablaugerei oder Strahlkabine oft am günstigsten.
- Bleibt es eingebaut — Geländer, Tor, Treppe, Tür, Maschine? Dann spielen Laser und mobiles Strahlen ihre Stärken aus.
- Strahlen ist schnell auf großen Flächen, verteilt aber Strahlgut und raut den Untergrund auf.
- Der Laser arbeitet präzise, ohne Strahlgut und ohne Abbeizer, ist auf sehr großen Flächen aber langsamer.
- Alte Anstriche vor etwa 1989 gehören vor jedem Verfahren auf Blei und Chromat geprüft.
Die Verfahren im Überblick
- Tauchbad (chemisch oder thermisch): Das Teil wird abgebaut, zum Betrieb gebracht und im Bad entlackt. Sehr gründlich, auch in Hohlräumen, und günstig für viele gleiche Teile wie Felgen oder Gartenmöbel. Voraussetzung: Abbau und Transport.
- Sandstrahlen und andere Strahlverfahren: Schnell und kraftvoll auf großen Flächen. Raut den Untergrund auf, verteilt Strahlgut und Staub und braucht vor Ort eine aufwendige Einhausung.
- Abbeizen: Chemische Abbeizer lösen den Lack an, der dann abgeschabt wird. Mühsam an Profilen, mit Dämpfen und Sondermüll; im Freien und in bewohnten Häusern oft unerwünscht.
- Ablaugen: Für Holz, meist in der Ablaugerei. Gut für ausgebaute Türen und Möbel, lässt das Holz aber aufquellen und setzt den Ausbau voraus.
- Schleifen und Abbrennen: Für kleine Flächen. Schleifen rundet Kanten und Profile, Abbrennen bringt viel Hitze ins Material — beides erzeugt Staub oder Dämpfe.
- Laser: Trägt den Lack berührungslos und lagenweise ab, am eingebauten Bauteil, ohne Strahlgut und ohne Abbeizer. Präzise an Profilen und Zierelementen; auf sehr großen, glatten Flächen langsamer als Strahlen.
Was passt zu welchem Bauteil?
- Eingebautes Geländer, Tor, Treppe: Laser oder mobiles Strahlen — der Laser, wenn Umgebung, Bewohner und Beete geschützt bleiben sollen. Mehr unter Metall entlacken.
- Eingebaute Tür, Treppe oder Fensterrahmen aus Holz: Laser, weil nichts ausgebaut und nicht gewässert werden muss. Mehr unter Holz entlacken.
- Ausgebaute Möbel und lose Türen: Ablaugerei — meist die günstigste Lösung.
- Felgen, Karosserien, Fahrzeugteile: Tauchbad oder Strahlkabine beim Fachbetrieb.
- Maschinen und Anlagen im Betrieb: Laser, weil ohne Demontage und ohne Strahlgut in der Halle gearbeitet wird.
- Große Stahlflächen, die ohnehin eingehaust werden: Strahlen ist hier oft wirtschaftlicher.
Vorher prüfen: alte Anstriche
Anstriche von vor etwa 1989 — typisch an Geländern, Toren und Fenstern im Altbau — können Blei oder Chromat enthalten, etwa rote Bleimennige als Rostschutz. Beim Entfernen entstehen dann gesundheitsgefährliche Stäube, gleich mit welchem Verfahren. Solche Arbeiten sind nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 505) besonderen Fachbetrieben vorbehalten.
Wir testen alte Anstriche deshalb vor Beginn mit einem Schnelltest. Ist er positiv, übernehmen wir die Entlackung nicht und sagen Ihnen das offen.
Häufige Fragen.
Ist Entlacken mit Laser teurer als Strahlen?+
Entfernt der Laser auch Pulverbeschichtungen?+
Muss nach dem Laser noch geschliffen werden?+
Welches Verfahren ist am umweltfreundlichsten?+
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